Frankfurter Plastik Modellbau Fan

Club e.V. 1983

Burg  „The Royal Castle“

Der Bausatz stammt aus Russland von der Firma Zvezda, Maßstab 1:72

Beim Öffnen des Kastens lagen alle Spritzlinge durcheinander, so dass zunächst Sortieren anstand.

Hierbei macht es Sinn, die Spritzlinge nach Baugruppen laut Bauplan zu sortieren, dass erspart später längeres Suchen.


Bevor man mit dem Bauen anfängt, sollte man sich überlegen, ob man die Burg nur „als solche“ baut oder, so wie ich, als Diorama.

In jedem Fall macht es Sinn, entgegen der Bauanleitung mit der Grundplatte der Burg anzufangen, um deren Größe zu erkennen.

Auf dieser Grundlage kann man die Platte herstellen, auf der die Burg später stehen soll.

Ich entschied mich aus Gewichtsgründen wieder für eine Styroporplatte aus dem Baumarkt.

Da diese aber in den Ausmaßen nicht zur Burg passte (Platte zu klein), klebte ich mittels Styroporkleber weitere Styroporteile an die Platte, um die vorgesehene Größe der Platte zu erreichen.

Anschließend wurden beide Seiten und die Ränder mit reichlich Styroporkleber bestrichen, um eine feste Grundplatte zu erhalten.

Weil auch ein Mittelaltermarkt vor der Burg gezeigt werden soll, hatte ich gleich eine zweite Platte gebastelt.


Nach Zusammenbau der Grundplatte der Burg klebte ich den Zugang zur Burg (Brückenweg, Brücke) zusammen, auch hier, um die Größe der Burg zu sehen.

Die "Mauerplatten" sowohl der eigentlichen Mauer wie auch der Türme und des Haupthauses sind nach ausßen hin alle durchgängig im Maueraussehen hergestellt worden.

Rückseitig der zu verarbeitenden Teile sind Fesnter und Türen vorgesehen, die man selbst ausschneiden muss.

Hierbei sollte man sich zuvor genau überlegen, ob man in der Außenmauer überhaupt Fenster haben will oder nicht.

Ich habe mich dazu entschieden, keine Außenfenster zu machen.


Die nachsten Bilder zeigen, warum es sinnvoll ist, die Spritzlinge nach Baugruppen zu sortieren.

Man gerät auf der Suche nach einem bestimmten Bauteil schnell "ins Chaos".


Beim Bau der Mauer ist eine Zwischenplatte zur Stabilisierung vorgesehen.

Diese Platte ist auf beiden Seiten glatt.

Wenn man wie ich Fenster zum Innenhof macht (man kann also in den Mauergang hineinsehen), sollte überlegt werden, in welcher Weise der Boden bearbeitet wird, weil es nie einen ganz glatten Boden in einm Mauergang einer Burg gab.

Wir (Andreas Klein, Jürgen Epp und ich) hatten uns dafür entschieden, einen Holzfußboden zu kreieren.

Dazu klebte Andreas Holzleisten auf die entsprechenden Bauteile und färbte sie.


Beim Zusammenbau der Mauerteile erkennt man, dass die Innenseiten des Mauerganges völlig glatt sind. Durch entsprechende Fenster kann man von außen auf die glatten Wände schauen.

Bei welcher Burg sind die Wände völlig glatt?

Folglich muss man sich etwas einfallen lassen, diese glatten Wände "burgentsprechend" zu gestalten.

Man kann zum Beispiel eine Menge kleine Steine auf die Wände im Sichtbereich kleben, was aber sehr mühselig ist.

Wir machten es uns etwas einfacher und suchten passende Motive aus dem Internet heraus, druckten sie aus, schnitten den Ausdruck passgerehct zur Mauer und klebten die Vorlage ein.

Schon sah die Wand aus wie gemauert.


Die fertigen Mauerteile und die Türme wurden dann auf die Grundplatte als "Stellprobe" gestellt, um einen ersten Eindruck zu erhalten, wie die Burg mal in ihrer Größe aussehen wird.

Von der Größe der Burg wurde ich doch etwas überrascht.

Ein "mal schnell eine Burg geklebt" ist nicht.

Es gibt immer wieder Entscheidungen zu treffen, die sich erst beim Bau ergeben.

So muss man tatsächlich darauf achten, ob und wo man Fenster einbaut.

Nicht jedes vorgesehene Fenster macht auch Sinn.

Wie sich auch gezeigt hat, muss man beim Bau der Türme auf die genaue Position aller Teile achten. Die Mauerteile müssen passend an die Türme geklebt werden.

Alle Mauerteile haben Verbindungsstege, ebenso auch die Türme.

Hierbei ist mir auchgefallen, dass die unteren Mauerteile der Türme schnell verkehrt heraum  (auf dem Kopf)  eingeklebt werden können, so dass die Mauerstege nicht mehr passen.

So macht es Sinn, ein gefertigtes Mauerteil zum "Anpassen" zu haben.

Beim Bau des Tores mit der Zugbrücke muss man darauf achten, dass die Spindel für die Brückenketten laufgängig ist.

Wenn man die beiden Ketten an die Spindel angeklebt hat, werden die Enden durch die Löcher des Tores gefädelt.

Danach sollte man sofort die beiden Ketten provisorisch verbinden, damit nicht, wie mir passiert, die Ketten im Tor verschwinden, wenn man dieses weiter zusammenbaut.

Sind die Ketten erstmal verschwunden, kommt man nicht mehr an sie heran, man muss daher bereits verklebte Teile des Tores wieder herausbrechen, bis man an die Ketten kommt.

Doch derlei Rückschläge können einen Modellbauer natürlich nicht vertreiben.

Da die Burg immer vollständiger wird, hatte ich den Bauernmarkt begonnen.

Hierzu hatte ich selbst Zelte erstellt, da die zu Kaufenden zu teuer und, weil aus Gips oder ähnlichem Material, zu dick und empfindlich sind.

Man bricht Zahnstocher aus Holz auf die passende Länge und klebt sie als Zeltgestänge zusammen.

Dann legt man Stoff (in meinem Fall alte Taschentücher, zurechtgeschnitten) um die so geschaffenen Gestänge und malt sie an.

Hierfür habe ich normale Humbrolfarbe genommen, in die ich passende Farbkreide gerieben hatte.



Fortsetzung folgt.